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Samstag, 2. Juni 2012

Das modische Gesicht des alltäglichen Rassismus


Rassismus ist viel mehr als die Diskriminierung von Menschen einer anderen Ethnie. Um uns über Alltagsrassismus bewusst zu werden, müssen wir erst begreifen, was Rassismus überhaupt ist. Hilfreich ist wieder einmal Wikipedia (1):
Die in der Rassismusforschung aktuell am breitesten akzeptierte Definition stammt von dem französischen Soziologen Albert Memmi:
„Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen“ (Memmi, S. 103 u. 164).[37][40][41][42]
Diese Definitionen ist nicht auf rassenbiologisch begründete Rassismen beschränkt, so stützt sich die „rassistische Anklage bald auf einen biologischen und bald auf einen kulturellen Unterschied. Einmal geht sie von der Biologie, dann wieder von der Kultur aus, um daran anschließend allgemeine Rückschlüsse auf die Gesamtheit der Persönlichkeit, des Lebens und der Gruppe des Beschuldigten zu ziehen.“(Memmi, S. 165 f.).[37][43]

Die mir am eindringlichsten erscheinende Beschreibung der Auswirkungen des Rassismus findet sich bei Memmi auf S. 98-99:
„Der Rassist ist liebenswert, weil sein Opfer verabscheuungswürdig ist. Die Welt des Rassisten ist die des Guten, die Welt seines Opfers die des Bösen“.[37]
Memmi beschreibt auch einen Effekt des Alltagsrassismus, der erzeugt wird, um die Zustimmung zu einer Diskriminierung bei Dritten zu erlangen:
Das Individuum wird nicht mehr für sich betrachtet, sondern als Mitglied einer Gruppe, deren Eigenschaften es zwangsläufig, a priori besitzt, es wird entindividualisiert. „Zugleich verdient die gesamte Fremdgruppe, der das Stigma des Schädlichen und Aggressiven anhaftet, dass man sie angreift; umgekehrt verdient jeder Angehörige der Fremdgruppe a priori die Sanktion [..]“ (Memmi, S. 116).[37] Mit dem Verlust der Individualität geht der Verlust der persönlichen und menschlichen Rechte und Würde einher. Der Mensch wird nicht in differenzierender Weise beschrieben; „er hat nur das Recht darauf, in einem anonymen Kollektiv zu ertrinken“ (vgl. Memmi, S. 183 - 186).[37]
RASSISMUS OHNE RASSEN

Wikipedia hat einen eigenen Eintrag um zu erklären, dass Rassismus längst losgelöst zu betrachten ist von Rassendiskriminierung. (2)
Nach Hall ermögliche es der Rassismus ohne Rassen „Identität zu produzieren und Identifikationen abzusichern. Er sei Bestandteil der Erzielung von Konsens und der Konsolidierung einer sozialen Gruppe in Opposition zu einer anderen, ihr untergeordneten Gruppe. Allgemein wird dies von Hall als Konstruktion ‚des Anderen‘ beschrieben.“[7]
Aber ich will nicht zu tief in die Erklärung einsteigen, das mag der interessierte Leser auf den Wikipediaseiten selbst tun. Ich will zum Rassismus des Alltags kommen.

ALLTAGSRASSISMUS
(3)
Alltagsrassismus ist ein Begriff der Rassismusforschung, der die soziale Praxis und die Denkschemata einer größeren sozialen Gruppe dann als rassistisch bewertet, wenn diese ein „Wir“ konstruiert und von dieser Position aus Feststellung von Andersartigkeit, von negativer oder positiver Wertung und Abweichung von „unserer“ Normalität gegenüber den „Anderen“ machtvoll äußert oder praktiziert, mit der Folge, dass die so Kategorisierten ausgeschlossen werden.[1]
Wenn wir diese drei Erklärungen von Rassismus einmal gründlich durchdenken, werden wir uns vielleicht bewusst, dass Einiges an scheinbar sozial akzeptiertem Alltagsverhalten längst in den Bereich des Rassismus zu zählen ist. Ich will hier einige Beispiele aus dem Leben der Piratenpartei nennen:

DER TROLL

„Das ist ein Troll“ bezeichnet eine Person, die unangenehm und aufdringlich, oft impertinent, immer aber sehr kritisch gegenüber der Mainstream-Meinung in Foren, Mailinglisten oder im Mumble auftritt. Während ursprünglich "Trolle" lediglich das Ziel hatten, durch ihr Auftretenzu irritieren oder Die Situation ins Lächerliche zu ziehen, wurden im Laufe der Zeit immer mehr als "Trolle" identifiziert, die selbst gar nicht die Absicht verfolgten, zu trollen. Diese neue Klasse von Trollen ware ernsthaft bemüht ihre Meinung zu vertreten und diese Menschen tun dies oft mit einer deutlich über dem Durchschnitt liegenden Intensität. Aus einem unbequemen Teilnehmer der Diskussion wurde dann im Laufe der Zeit, und heute immer schneller, ein Troll. Er wird abgedrängt, ausgegrenzt und als zur Gruppe der Störenfriede gehörend diskriminiert.

Menschen werden als „Trolle“ auch entmenschlicht, was wiederum dazu führt, dass ein ausgrenzendes Verhalten durch die Allgemeinheit akzeptiert wird. Sie werden verjagt, von den Administratoren blockiert, noch bevor sie etwas gesagt haben. Und einmal als Troll identifiziert, egal worüber sie reden wollen, wird sich niemand mit ihnen auseinandersetzen.

Trolle gehören auch deshalb zu einer Gruppe, wie vom Rassismusbegriff vorgesehen. Man tituliert sie auch schon mal als Terroristen. Man ruft ihnen zu: „Geh sterben Spacko“  oder „heul doch du pussy“ (4).

Beim Kampf gegen die Trolle werden dann entmenschlichende Karikaturen verwendet und die Opfer – Täter Rolle umgedreht. (5) Es ist nicht der Troll, der pauschal diskriminiert wird, der das Opfer von Unterdrückung und Verfolgung ist, sondern angeblich diejenigen, die zu einer “ausgewählten Gruppe” von klarsichtigen Aktivisten gehören, die in ihrer überaus wichtigen gesellschaftlichen Rolle gestört werden. Und damit die Harmonie der Trollologen nicht gestört wird, vergisst man einen Hinweis auf eine Gegenposition (5) in den Kommentaren zu veröffentlichen. Kann jemand, der ernsthaft eine Gegenposition einnimmt, etwas anderes sein als selbst ein Troll? 

DAS NEUE MITGLIED

Es gab Momente in meiner Parteimitgliedschaft, da habe ich mich nicht nur für die Kultur der Piratenpartei geschämt, sondern ernsthaft gefragt, wie aufgeklärte und durchweg kluge Leute so in eine Vorurteilsfalle laufen können wie das im Vorfeld der Kandidatennominierung für die Landtagswahl NRW 2012 zu beobachten war. Die Frage, wie lange ein Mitglied schon in der Partei war, wurde zu einer Schlüsselfrage, deren Antwort darüber entschied, ob das Mitglied überhaupt noch eine weitere Frage wert war. Sven hatte es in seinem Blog so beschrieben:
Eine beispiellose Schlammschlacht fand statt zwischen Alt- und Neupiraten. Da werden Neupiraten grundsätzlich als Karrieristen diffamiert. Da werden heimlich E-Mails (wie war das nochmal mit Transparenz?) an Neupiraten geschickt, um diese zu überreden, von ihrer Kandidatur abzusehen. Da wird geschrieben, dass B-Junioren nichts in der Bundesliga zu suchen hätten. Da gibt es Kommentare unter der Gürtellinie für einige Neupiraten, nur weil sie sich teilweise engagieren wollen und eine Idee haben, die sie transportieren möchten. Und nein! Ich persönlich war davon nur am Rande betroffen, andere leider dafür umso mehr.
Ich selbst wurde nur von einem Altpiraten, dem Ehemann einer Listenkandidatin aus Hagen, (17) versucht zu überreden, auf meine Listenkandidatur zu verzichten. Natürlich kannte er meine Ideen nicht, aufgrund derer ich antrat. Natürlich wusste er nicht, wo und in welchem Maße ich mich für die Partei engagiere, weil das völlig uninteressant ist. Das einzige, was zählt, ist die Länge der Parteizugehörigkeit.(7)
Eine Gruppe von Menschen wurde ganz eindeutig diskriminiert, alleine auf Grund ihrer kurzen Parteimitgliedschaft. Und das nicht nur bei der Kandidatur für ein Listenmandat, sondern immer und immer wieder. Aufgehoben werden konnte diese Stigmatisierung nur durch die Fürsprache von "alten" Piraten.
@Oreo_Pirat:Liebe Neupiraten,die Ihr uns mit aussichtslosen BuVo-Kandidaturen Zeit stehlen werdet:Unbefangenheit ist nicht DAS Einstellungskriterium!
ANTISEMITISMUS

Keine Form des Rassismus wird so aufwendig verfolgt wie der des Antisemitismus. Antisemitismus hatte eines der größten Blutopfer in der Geschichte der Menschheit produziert, und deshalb ist nicht nur Geschichtsbewusstsein, sondern auch Aufmerksamkeit gegenüber der Gefahr eines neu aufflammenden Antisemitismus logisch und richtig. Nicht nur in Deutschland hat sich ein nationalsozialistischer Bodensatz erhalten, der ebenso schwierig vollständig auszurotten ist wie viele andere rassistischen und diskriminierenden Vorurteile. Aber die regelmäßigen Gegendemonstrationen und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit führen dazu, dass zumindest in Deutschland dieser Rassismus ein Bodensatz bleibt. (Auch wenn man sich manchmal fragt, welche Rolle gewisse Behörden bei der Verfolgung von gewalttätigem Extremismus spielen, der aus diesen Reihen hervorgeht.)

Andererseits hat die Aufmerksamkeit, die Antisemitismus entgegen gebracht wird Züge erreicht, die nur noch schwer verständlich sind. Die beste und nachdenklichste Untersuchung zu diesem Thema ist der Film des israelischen Filmemachers Yoav Shamir aus dem Jahr 2011. (8) Eineinhalbstunden betroffen machendes Kino über einen jungen Israeli auf der Suche nach seiner gesellschaftlichen Identität ohne erhobenen Zeigefinger. Aber auch ein Bericht darüber, was aus einem der schlimmsten Rassismus-Verbrechen der Menschheitsgeschichte 70 Jahre später wurde.

In Deutschland findet man hunderttausende von Links die vor einem Aufflammen des Antisemitismus warnen und davor, dass aus der Kritik an der Regierung Israels leicht Antisemitismus entsteht. Was implizit bedeutet: „Kritisiert die israelische Politik nicht, sonst unterstützt ihr Antisemitismus“. Die Auseinandersetzung z.B. mit Antiziganismus dagegen ist in Deutschland vollkommen unterentwickelt. Im Gegenteil, niemand stellt sich dem nicht nur scheinbar wachsenden Antiziganismus entgegen. (9) Und das obwohl diese Form des Rassismus während des Hitler-Regimes auch eine halbe Million Opfer gefordert hatte. Der Kampf gegen Antisemitismus geht sogar so weit, eine Erwähnung von anderen rassistischen Gräueltaten, kritisch zu sehen. Zumindest wenn nicht im gleichen Atemzug die führende Rolle der Juden als Opfer rassistischer Verfolgung erwähnt wird. Schon die Nennung von Statistiken, die „nur“ von einem 5% Antisemitismus sprechen, oder die Verteidigung einer Kritik an der Politik Israels, stellt in den Augen ehemaliger Opfer, ihren Nachkommen, und selbsternannten Verfolgern Antisemitismus dar. (13) Womit besonders Politiker leicht unter Druck gehalten werden, denn ein Sturm der Entrüstung über tatsächliche oder angebliche antisemitische Äußerungen ist leicht erzeugbar, und hinterlässt mit Sicherheit Spuren, die bei der nächsten Wahl schädlich sein können.

Seit einigen Jahren werden die Begriffe Antizionismus (10) und Antisemitismus (11) immer stärker als Synonym beworben. Und immer weniger Menschen kennen überhaupt noch den Unterschied. Antizionismus wendet sich gegen die politische Ideologie eines jüdischen Staates und insbesondere die Auswirkungen, die eine solche Politik auf die Menschen der Länder haben, die von dieser politischen Ideologie betroffen sind. Und es gibt eine erhebliche antizionistische Strömung auch innerhalb der jüdischen Gemeinschaft.

Beides wird aber bewusst vermischt. Heute wird schon die Kritik an der Politik der israelischen Regierung als „Antizionismus“ bezeichnet. Auch wenn es sich lediglich um eine auf Fakten basierende Beurteilung handelt. Dies war bezeichnenderweise nicht der Fall, als Israel auf dem Weg zu einer Versöhnung mit seinen Nachbarn schien, eine Entwicklung, die brutal durch die Ermordung von Jitzchak Rabin abgebrochen wurde. Kurz vor seiner Ermordung erklärte Rabin:
„Ich möchte gerne jedem einzelnen von Euch danken, der heute hierher gekommen ist, um für Frieden zu demonstrieren und gegen Gewalt. Diese Regierung, der ich gemeinsam mit meinem Freund Shimon Peres das Privileg habe, vorzustehen, hat sich entschieden, dem Frieden eine Chance zu geben – einem Frieden, der die meisten Probleme Israels lösen wird. … Der Weg des Friedens ist dem Weg des Krieges vorzuziehen. Ich sage Euch dies als jemand, der 27 Jahre lang ein Mann des Militärs war.“(12)
Der Mord geschah nicht aus den Reihen der Feinde Israels, sondern aus dem Inneren des eigenen Staates.
Im November 1997 veröffentlichte die israelische Regierung in einem sechsseitigen Papier ergänzende Informationen aus dem geheimen Teil des Berichtes der Untersuchungskommission. [7] Der vollständige Text des Berichts wurde bis dato nicht veröffentlicht, obwohl Meir Schamgar selbst bereits zwei Jahre nach dem Mord an Premierminister Rabin gesagt hatte, dass es der Regierung jetzt erlaubt sei, die vertraulichen Teile des Berichts seiner Kommission zu veröffentlichen. [8]
Nach dem Mord geriet die Friedenspolitik in Israel ins Stocken und verkehrte sich in sein Gegenteil. Und damit einher geht der Versuch, jede Kritik an dieser Politik mit Antizionismus zu verhindern.

Die Gefahr, die aus einem ausufernden Antizionismus hervorgeht, ist das Wachsen bzw. Aufflammen von rassistischen Vorurteilen. Vorurteile die aber im Wesentlichen entstehen, aus dem selbst von jüdischen Kritikern als "rassistisches Verhalten" der Regierung empfundenes Vorgehen, z.B. in der Behandlung der Palästina-Frage. (15) Dann muss die Frage erlaubt sein, die in der Sendung „Meinungsmacher“ des Hessischen Rundfunks am 14.03.2012 (14) gestellt wurde, was denn die israelische Politik getan hat, um in den letzten Jahrzehnten eine Versöhnung voran zu treiben.  So wie die Politik Rabins zu einem Abflauen des Antizionismus geführt hatte, so sehr wuchs der Antizionismus je härter die israelische Regierung gegen sie umgehende Feinde vorging. Und wenn die Behauptung stimmen würde, dass in der Folge von Antizionismus auch Antisemitismus wächst, hätte die Abkehr von Rabins Politik einen eigenen Beitrag zum Anwachsen geleistet.

Um es deutlich zu sagen: Die Kritik z.B. an der Palästina-Politik der israelischen Regierung ist weder Anti-Zionismus noch wird dadurch implizit Antisemitismus erzeugt. Also Rassenhass gegen eine Glaubensrichtung, gegen eine Ethnie. Und wenn eine solche Kritik nicht mehr möglich ist, dann erheben diejenigen, die das behaupten, einen Absolutheitsanspruch, einen Unfehlbarkeitsanspruch, den Anspruch von Extremisten.

VERFOLGUNG VON ANTISEMITISMUS

Die Verfolgung von angeblichem Antisemitismus hat inzwischen selbst rassistische Züge angenommen. Auch im Umfeld der Piratenpartei. Wenn der Leser zum Beginn des Artikels zurückgeht, und sich die Definition von Rassismus noch einmal vergegenwärtigt, sollte er anschließend selbst entscheiden, was folgende Äußerungen seiner Meinung nach sind:





FAZIT

Alltagsrassismus ist nicht nur z.B. die Verweigerung der Vermietung von Wohnungen an Ausländer,  das Schmieren von Hakenkreuzen, die Abschiebung von Menschen, die lange in Deutschland leben und noch nicht einmal die Sprache ihres "Heimatlandes" sprechen.

Alltagsrassismus heute kommt in vielerlei Gestalt, und oft sind wir uns gar nicht bewusst darüber, wie die extreme Verfolgung von eigenen Ideen irgendwann dazu führt, dass man selbst rassistische Gedanken entwickelt und Taten vollstreckt. Man umgibt sich nur noch mit Menschen, die die gleichen Gedanken verfolgen, Freunde die anders denken vermeiden das Thema, die Auseinandersetzung mit Anderen wird zu einem Kampf, den man um jeden Preis gewinnen muss, egal mit welchen Mitteln.

Mit zunehmender Radikalisierung schwindet die Fähigkeit immer mehr sich kritisch mit den eigenen Gedanken auseinander zu setzen. Und die Überzeugung wird zu einer Art radikaler Religion. Schon das Anzweifeln dieser "Religion" wird in den eigenen Augen zu einem niederträchtigen Verbrechen.

Die große Frage für mich ist, wie man die Mauern einreißt, die diese Menschen um die eigene Überzeugung über sich und ihr Weltbild gebaut haben, um wieder zu einem vernünftigen und sachlichen Diskurs mit ihnen zu kommen. Dazu fehlt mir im Moment leider die richtige Idee.

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(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus

(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus_ohne_Rassen

(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Alltagsrassismus

(4) Screenshot






 

(5) http://stephanurbach.de/2012/03/trolle-und-das-wegsehen-gelten-im-netz-andere-machtstrukturen/

(6)
http://jomenschenfreund.blogspot.de/2012/03/der-neue-mctrollerismus.html

(7)
http://svenolei.blog.de/2012/03/24/listenmandat-piraten-verzichte-13299665/#c17551337

(8)
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=c1xJXmGZA7Q#

(9)
http://www.dw.de/dw/article/0,,15842146,00.html
(10)
http://de.wikipedia.org/wiki/Antizionismus

(11)
http://en.wikipedia.org/wiki/Antisemitism

(12)
http://de.wikipedia.org/wiki/Jitzchak_Rabin

(13)
http://lizaswelt.net/2012/03/22/kein-antisemitismus-nirgends/

(14)
http://programm.ard.de/TV/hrfernsehen/meinungsmacher/eid_281087585616340?monat=2&jahr=2012&list=main oder Sekundärquelle http://jomenschenfreund.blogspot.de/2012/03/ist-die-irankrise-eine-krise-der-medien.html

(15) http://www.badische-zeitung.de/israel-stellt-eine-gefahr-fuer-den-weltfrieden-dar

(16)

btw Bin über deinen blog gestolpert.
Wir haben/hatten in HA keine verheiratete LK ;)


Kommentare:

  1. "Die Kritik z.B. an der Palästina-Politik der israelischen Regierung ist weder Anti-Zionismus noch wird dadurch implizit Antisemitismus erzeugt."

    Lieber Jo, Du weißt genau, dass man unter Zionismus das politische Streben nach Errichtung eines eigenständigen jüdischen Staates im Gebiet von Palästina versteht. Kritisierst Du israelische Politik dahingehend, dass diese Besiedelung nicht zulässig sei, handelt es sich natürlich um Anti-Zionismus. Der gleiche Antizionismus wurde von Irans Präsident gepflegt, als er Israel das Existenzrecht absprach.
    Jüdischer Antizionismus findet in dem Gedanken seinen Ursprung, dass die Errichtung eines eigenständigen jüdischen Staates die Integration der Juden in ihren Heimatländern behindere.
    Europäischer Antizionismus hingegen spricht Israel aus anderen Gründen sein Existenzrecht ab. Leider lassen Deine verklärenden Texte eine klare Haltung missen - Du fährst lediglich eine konsequente Relativierungsmasche.
    Absurd wird es, wenn Du den Kampf gegen Antisemitismus rassistisch nennst. Antizionismus und Antisemitismus werden übrigens nicht einfach so gleichgesetzt, es ist bekannt, dass Antizionismus besonders in Deutschland seit dem 2. Weltkrieg ein Synonym für Antisemitismus ist: es ist der Versuch, den Juden ihren eigenen Staat abzusprechen. In Deutschland ist so ein Anspruch ungerechtfertigt, denn wir Deutschen waren es, die Juden vernichtet und vertrieben haben.

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  2. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals den Staat Israel in seinen von der UNO anerkannten Grenzen von 1967 bestritten zu haben. Das, lieber Anonym, zu behaupten ist schlichtweg eine Lüge. Auf diesen Grenzen beharrt offiziell auch der aktuelle US-Präsident Obama. Und der ist sicher kein Anti-Zionist.
    Wogegen ich mich ausspreche ist die praktische Aberkennung des Rechts der Palästinenser durch Israel, einen eigenen Staat in den von der UNO zugewiesenen Grenzen zu besitzen. Wenn dies Antizionismus ist, dann ist 8/9 der Erdbevölkerung bzw. deren Vertreter Antizionisten. Denn sie erkannten jüngst in der UNO Palästina einen Status als Staat zu, was im krassen Gegensatz zu den Zielen und Wünschen Israels steht. Palästina gilt nun formal als Staat!

    Es ist leider vielsagend für die Auseinandersetzung, wenn immer wieder versucht wird, Israel-kritische Aussagen sofort in eine Ecke zu stellen mit rassistischen wie denen des Iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Wobei er zwar genügend rassistische und aggressive Äußerungen hat verlauten lassen, die am meisten genannte aber eine offensichtliche und bekannte Falschübersetzung ist. Die trotzdem immer wieder entgegen besseren Wissens verwendet wird.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/historische-abstimmung-in-new-york-un-werten-palaestinenser-mit-beobachterstatus-auf-1.1537670

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/umstrittenes-zitat-von-ahmadinedschad-der-iranische-schluesselsatz-1.287333 Dies ist eine neuere und nochmalige Bestätigung.


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